Boykott brasilianischer Rohstoffe soll Zeichen gegen Umweltkatastrophe setzen

Die Waldrohdung des brasilianischen Regenwaldes soll unter anderem Platz schaffen, um Soja für Nutztiere anbauen zu können
© guentermanaus – stock.adobe.com

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro fördert die Rodung des Amazonas. Mit einem Gesetzesentwurf stellte er bereits im vergangenen Dezember das sogenannte „Landraub-Gesetz“ beim brasilianischen Kongress vor. Das Gesetz könnte bei einer Verabschiedung dazu führen, dass die illegale Abholzung und unrechtmäßige Besetzung von öffentlichem Land vor 2018 nachträglich legalisiert wird. BIOVEGAN sieht die Zukunft für die Enkel dieser Welt bedroht und unterbindet ab sofort die Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen in Brasilien.

Umweltschützer, indigene Völker, die brasilianische Bevölkerung und die ganze Welt halten den Atem an. Im Schatten der allgegenwärtigen Medienpräsenz der weltweiten Covid-19-Pandemie schreitet die Rodung in den brasilianischen Regenwäldern des Amazonas mit zunehmender Geschwindigkeit voran. Unaufhaltsam verschwinden hektarweise fruchtbare Biotope. Die Kombination aus Rodung und Brandstiftung löscht sowohl das Leben als auch die natürlichen Lebensräume von Flora und Fauna aus.

Lange war nicht klar, in welcher Dimension sich die Abholzung im Amazonas entwickelt. Laut dem Institut für Weltraumforschung „Inpe“ lässt sich auf den Satellitenbildern eine Fläche von circa 1200 Quadratkilometern abgeholztem Regenwald erkennen. Diese Rodungsfläche entspricht einer Steigerung von 55 Prozent zum Vorjahr.

Bolsonaro befahl, bereits unmittelbar nach seinem Amtsantritt, den Behörden strafrechtliche Verfolgungen gegen illegale Rodung einzustellen. Diese Haltung gab den Startschuss für Holzfäller, Goldgräber, Großgrundbesitzer, Kraftwerksbauer und Sojapflanzer, die Waldrodung im Amazonas mit erhöhter Geschwindigkeit voranzutreiben.

Einkaufsentscheidungen können Zeichen setzen

BIOVEGAN pflegt enge Beziehungen zu Unternehmen und Initiativen, welche sich mit vollem Einsatz für eine nachhaltige Zukunft der Erde einsetzen. Mit Hinblick auf die Geschehnisse in Brasilien scheinen jegliche Anstrengungen von Aufforstungs- und Klimaschutzprojekten im Winde zu verwehen.

Das Unternehmen sieht sich nun in der Verantwortung, keinerlei Waren mit brasilianischem Ursprung zu importieren bzw. zu verarbeiten. „Wir stehen mit unserem Unternehmen für nachhaltiges Handeln und einen effizienten Umgang mit Ressourcen. Wir haben das Unternehmensprojekt, Enkeltaugliche Zukunft‘ nicht ohne Grund ins Leben gerufen. Die voranschreitende Abholzung des größten CO2-Speichers der Erde zu unterstützen, ist ein großer Fehler. Es ist wirklich sehr erschütternd zu beobachten, wie die Profitgier das umweltpolitische Handeln des brasilianischen Präsidenten beeinflusst! Ein derartig egoistisches und unverantwortliches Verhalten wollen wir mit sofortiger Wirkung nicht mehr dulden“ so Nicol Gärtner, geschäftsführende Gesellschafterin der BIOVEGAN GmbH.

Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass die Konsequenzen des Importstopps zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung ausfallen könnte, dennoch ist die Unterbindung des Rohstoffbezuges aus Brasilien das einzige Mittel, um ein Zeichen zu setzen und sich von den aktuellen Geschehnissen zu distanzieren. Bolsonaro und das sogenannte „Landraub-Gesetz“ sollten auf diplomatischer Ebene gestoppt werden bevor die gewaltigen Schäden keine enkeltaugliche Zukunft mehr zulassen.

Nicol Gärtner, ruft auf: „Liebe verantwortungsvolle UnternehmerInnen und Unternehmen, insbesondere im BIO-Bereich, bitte schließt Euch unserem Boykott an und schaut nicht zu, wie unsere Erde weiter zerstört wird. Wir haben es in der Hand, mit unserer gemeinsamen Einkaufsmacht, den verbrecherischen Machenschaften einer kleinen profitgetriebenen Minderheit in Brasilien zu zeigen, dass wir uns für unseren gemeinsamen Planeten und für unsere Enkel auf diesem Planeten stark machen!“

Weitere Informationen unter www.biovegan.de

Projekte zum Schutz des Regenwaldes