Zu viel Salz und Zucker, zu wenig Nüsse und Früchte: Schlechte Ernährung kostete im Jahr 2017 weltweit elf Millionen Menschen das Leben, legen US-amerikanische Forscher jetzt das Ergebnis ihrer Studie vor. Sie werteten Daten aus 195 Ländern aus.

Eine Ernährungsstudie US-amerikanischer Forscher deutet darauf hin, dass schlechte Er-nährung tödlich sein kann – vor allem ein Zuviel an Zucker und Salz.
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Wissenschaftler am Institute of Health Metrics and Evaluation von der US-amerikanischen University of Washington haben viel Arbeit hinter sich: Für ihre weltweite Ernährungsstudie, in der sie Daten aus 195 Ländern über einen Zeitraum von 27 Jahren (1990 bis 2017) auswerteten, untersuchten sie, wie hoch der Risikofaktor „ungesunde Ernährung“ für die Gesundheit von Menschen einzustufen ist. Das Ergebnis fasst Dr. Ashkan Afshin, Physiologe und Epidemiologe, jetzt zusammen: „Etwa jeder fünfte Todesfall weltweit geht auf ungesunde Ernährung zurück“ – dies sind an die elf Millionen Menschen. [1] Im Einzelnen hat eine schlechte Ernährung dazu geführt, dass:

  • Zehn Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Infarkt und Schlaganfall,
  • 913 000 an Tumoren, vor allem im Darm und
  • 339 000 an den Folgen eines Typ-II-Diabetes gestorben sind sowie
  • 255 Millionen DALY (disability-adjusted life years), also in Krankheit gelebte Jahre, zu Buche schlagen.

„Üblicherweise geht es bei der Diskussion um gesunde Ernährung hauptsächlich um die Verringerung ungesunder Lebensmittel“, sagt Afshin. „Unsere Untersuchung zeigt, dass eine niedrige Aufnahme von gesunden Lebensmitteln entscheidend dafür ist, krank zu werden und in der Folge zu sterben, und nicht die hohe Aufnahme ungesunder Lebensmittel.“

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