Viele Menschen, die in der Zeit der Corona-Beschränkungen mit viel Ehrgeiz neue Projekte oder Hobbies beginnen, stellen nach dem ersten Hochgefühl schnell ein mehr oder minder heftiges Zwicken fest: Die Muskeln oder Gelenke protestieren gegen die ungewohnte Belastung. Je nach Aktivität schmerzen Arme, Rücken, Nacken oder Knie. Oder alles auf einmal.

Sportmediziner beschreiben den Muskelkater als winzige Risse (Mikrotraumata) überlasteter Muskelfasern.
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Eine Folge solch ungewohnter Anstrengungen können – im schlimmsten Fall – Verletzungen des Muskel-, Sehnen- und Bänderapparats oder schmerzhafte Muskelverspannungen bis zum Hexenschuss sein. Im glücklichsten – und häufigsten Fall – sind die Schmerzen aber nur ein „Muskelkater“. Sportmediziner beschreiben den Muskelkater als winzige Risse (Mikrotraumata) überlasteter Muskelfasern. Der Schmerz entsteht durch eine Reizung empfindlicher Nerven in dem betroffenen Bereich. Diesen spüren wir oft erst am nächsten Tag. Zum Glück dauert der Heilungsprozess der Mikrofaserrisse aber meist nur wenige Tage an. Die weitere gute Nachricht: Muskelkater stärkt den Muskel und hat somit einen positiven Gesamteffekt. Und: Leichte Beschwerden kann man gut selbst behandeln. Bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden heißt es aber: ab zum Arzt!

Raus aus dem Schmerz – mit Bewegung

Um Muskelkater zu mildernempfehlen Sportmediziner eine leichte Belastung durch sanfte Dehnung oder lockere Bewegung wie Gehen. Auch bei Gelenkproblemen wie Arthrose ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Denn dadurch bilden die Gelenke wieder Gelenkschmiere, was Schmerzen reduziert. Gerade bei Schmerzen durch Gelenkverschleiß, etwa bei zu hoher Belastung, ist die richtige Art der Bewegung wichtig: nämlich schonend, aber dafür regelmäßig. Beim Wandern sind daher Wanderstöcke eine gute Idee, denn sie entlasten die Kniegelenke erheblich. Wichtig ist auch die Wahl einer passenden Sportart. Nicht jeder sollte Joggen: Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren sind besser für Menschen mit bestehenden Gelenkproblemen geeignet.

Wärme wirkt schmerzlindernd – Kälte auch

Wände streichen, tapezieren oder das Bad neu fliesen: Wenn nach ehrgeizigen Heimwerkerprojekten abends Schulter, Nacken und Rücken schmerzen, ist die Ursache für die Schmerzen häufig eine schmerzhafte Verspannung der Rückenmuskulatur. Jetzt ist es wichtig, dem Körper Erholung zu gewähren.

Bei Muskelverspannungen empfehlen Physiotherapeuten das Auflegen eines Wärmeumschlags oder Wärmepflasters. Die Wärme kann auf diese Weise tief in die Muskulatur eindringen und dabei helfen, die Verspannungen zu lösen. Auch ein warmes Bad oder eine sanfte Massage, die das verspannte Gewebe lockert und wärmt, tun gut. Handelt es sich um eine stumpfe Verletzung mit Bluterguss, zum Beispiel nach einem ungeplanten Abstieg von der Leiter, ist Kälte besser. Hier empfehlen Sportmediziner die Anwendung der PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Das Eis aber bitte nie direkt auf die Haut legen, sondern unbedingt ein Küchentuch oder ähnliches unterlegen. Übrigens: Bei Gelenkschmerzen wird von den einen Kälte, von anderen Wärme als wohltuend empfunden – einfach ausprobieren.

Rhus toxicodendron: Hilfe aus der Natur 

Auch homöopathische Mittel sind beliebt, um die Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Bei Schmerzen, die beispielsweise durch eine Überbelastung von Muskeln, Bändern und Sehnen verursacht werden, ist Rhus toxicodendron (zum Beispiel als DHU Rhus comp. Gel oder Rhus toxicodendron D6 DHU) ein gut verträgliches und natürlich wirksames Arzneimittel. Es passt bei Beschwerden, die sich durch „Anlaufschmerzen“ auszeichnen und die sich mit jeder weiteren Bewegung oder Wärme verbessern.

Rhus toxicodendron gehört zu den bekanntesten und ältesten Heilmitteln der Homöopathie und hat sich besonders im Einsatz gegen rheumatische Schmerzen des Bewegungsapparates bewährt. Das homöopathische Arzneimittel lindert Bewegungsschmerzen und belastet den Organismus nicht.

Anwendung und Dosierung

  • Rhus toxicodendron D6 DHU nimmt man bei akuten Beschwerden halbstündlich bis stündlich (je eine Tablette, höchstens 6 Tabletten täglich) ein. Bei chronischen Beschwerden nimmt man täglich 1- 3x eine Tablette.
  • DHU Rhus comp. Gel wird 1-2 Mal täglich dünn auf die schmerzenden Stellen aufgetragen und einmassiert.

Deutsche Homöopathie-Union (DHU)