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Wissenschaft untersucht Wirkung von Lärchenextrakt auf die Immunabwehr

Das Extrakt aus dem Holz von Lärchen könnte dazu beitragen, mit SARS-CoV-2 besser fertigzuwerden. Dies legt eine aktuelle Studie nahe, wie die Medizinische Hochschule Hannover berichtete.

Ein Zweig einer Lärche.
© Vlasto Opatovsky – stock.adobe.com

Das Pflanzenextrakt wirkt hemmend auf das Gewebehormon Prostaglandin E2 (PGE2). Bei schwer an COVID-19 Erkrankten ist der PGE2-Spiegel erhöht. Dadurch wird das Immunsystem unterdrückt und die Viren können sich besser ausbreiten. In Proben von Lungengewebe von an Corona Verstorbenen wurden signifikant weniger B-Zellen gefunden, im Vergleich zu gesunden Lungen.

In Zellkulturen wurde jetzt nachgewiesen, dass das Extrakt der Lärchen den PGE2-Spiegel senkt und die Immunantwort verbessert.

Verantwortlich dafür ist der natürlich vorkommende Wirkstoff Taxifolin, der aus dem Extrakt der sibirischen Lärche gewonnen wird.

Einen erhöhten PGE2-Spiegel haben nicht nur Infizierte, sondern insbesondere ältere Menschen mit inaktivem Lebensstil. Also jene Personengruppe, die besonders gefährdet gegenüber Virusinfektionen wie COVID-19 ist.

Weitere Studien sollen klären, ob das Pflanzenextrakt als Vorbeugung für Risikopatienten dienlich ist.

Originalpublikation:

Ricke-Hoch M et al. Impaired immune response mediated by prostaglandin E2 promotes severe COVID-19 disease. PLoS One 2021; 16(8): e0255335. Doi: 10.1371/journal.pone.0255335

Quelle: idw-onlie / Medizinische Hochschule Hannover

Der Autor: Michael Petersen, Redaktion Medizin & Wissenschaft, Redaktionswebseite: mediportal-online.eu