Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die indische Regierung haben am Montag die Gründung des „WHO Global Centre for Traditional Medicine“ vereinbart. Die indische Regierung unterstützt das Vorhaben mit einer Investition von 250 Millionen US-Dollar. Ziel des neuen Wissenszentrums ist die Erforschung von Traditioneller Medizin mithilfe von modernen Analysemethoden und Technologien.

Ayurveda
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Schätzungsweise nutzen 80 Prozent der Weltbevölkerung traditionelle Heilmethoden. „Für Millionen von Menschen weltweit ist Traditionelle Medizin die erste Anlaufstelle bei der Behandlung vieler Krankheiten“, betont WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Eine Hauptaufgabe der WHO ist es, sicherzustellen, dass alle Menschen Zugang zu sicheren und effektiven Behandlungsmethoden haben. Das neue Zentrum hilft dabei, die Evidenzbasis für traditionelle Heilmethoden zu stärken.“

Der Begriff „Traditionelle Medizin“ beschreibt die Summe an Wissen, Kenntnissen und heimischen Anwendungen, die verschiedene Kulturen im Laufe der Zeit zur Gesundheitserhaltung sowie zur Prävention, Diagnose und Behandlung von körperlichen und seelischen Erkrankungen genutzt haben. Hierzu zählen unter anderem Akupunktur, Ayurveda und traditionelle Kräutermischungen.

Quelle: World Health Organization (WHO)